{"id":4855,"date":"2026-06-26T09:17:51","date_gmt":"2026-06-26T07:17:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.niedermueller.law\/?p=4855"},"modified":"2026-07-23T13:53:53","modified_gmt":"2026-07-23T11:53:53","slug":"neuerungen-im-liechtensteinischen-trustrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.niedermueller.law\/de\/2026\/06\/26\/neuerungen-im-liechtensteinischen-trustrecht\/","title":{"rendered":"Trustrechtsreform: Neuerungen im liechtensteinischen Trustrecht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das liechtensteinische Trustrecht \u2013 ein kurzer \u00dcberblick<\/strong><br>Die am 1. Juli 2026 in Kraft tretende Reform des liechtensteinischen Trustrechts stellt die umfassendste Weiterentwicklung des Trustrechts seit Jahren dar. W\u00e4hrend die neuen Bestimmungen f\u00fcr neu errichtete Trusts grunds\u00e4tzlich ab diesem Zeitpunkt gelten, sieht das Gesetz f\u00fcr bestehende Trusts \u00dcbergangsfristen vor. Gemeinn\u00fctzige Trusts m\u00fcssen die neuen Anforderungen bis sp\u00e4testens 31. Dezember 2026 umsetzen, f\u00fcr bestehende privatn\u00fctzige Trusts endet die \u00dcbergangsfrist am 31. Dezember 2027.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der liechtensteinische Trust ist in den Art. 897 ff. des Personen- und Gesellschaftsrechts (<strong>PGR<\/strong>) geregelt und stellt eines der traditionsreichsten Instrumente der liechtensteinischen Verm\u00f6genssicherung und Nachlassplanung dar. Er bietet Treugebern vielf\u00e4ltige Gestaltungsm\u00f6glichkeiten und profitiert zugleich von den etablierten rechtlichen Rahmenbedingungen des liechtensteinischen Finanzplatzes. Das liechtensteinische Trustrecht verbindet Elemente des angels\u00e4chsischen Common Law mit den Grunds\u00e4tzen des kontinentaleurop\u00e4ischen Zivilrechts und nimmt damit im europ\u00e4ischen Rechtsraum seit jeher eine besondere Stellung ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Attraktivit\u00e4t des liechtensteinischen Trusts beruht insbesondere auf seiner hohen Gestaltungsfreiheit, die durch die nunmehrige Reform erneut dezidiert an verschiedenen Stellen hervorgehoben wird. Der Treugeber kann die Organisation des Trusts weitgehend individuell ausgestalten und insbesondere die Beg\u00fcnstigten, die Befugnisse des Treuh\u00e4nders sowie die Verwendungszwecke des Treuguts festlegen. Dadurch eignet sich der Trust insbesondere f\u00fcr die Verm\u00f6gens- und Nachlassplanung, den langfristigen Erhalt von Familienverm\u00f6gen sowie die Gestaltung des Verm\u00f6gensschutzes. Seine Attraktivit\u00e4t wird insbesondere durch das liechtensteinische Steuersystem gesteigert, wonach der Trust in der Regel nur der Mindestk\u00f6rperschaftsteuer von 1\u2019800 CHF pro Jahr unterliegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ausgangslage vor der Reform<\/strong><br>Das geltende Trustrecht gew\u00e4hrt dem Treugeber traditionell eine weitreichende Privatautonomie. Gleichzeitig bestehen etwa im Vergleich zum ebenfalls im PGR kodifizierten liechtensteinischen Stiftungsrecht bislang weniger detaillierte gesetzliche Vorgaben hinsichtlich Kontrolle, Rechnungslegung und Aufsicht. Informations- und Kontrollrechte waren bislang nur teilweise gesetzlich geregelt und wurden im \u00dcbrigen durch die Treuhanddokumente sowie die gerichtliche Praxis konkretisiert. Ausl\u00f6ser der Reform war insbesondere die Erkenntnis, dass bei bestimmten Truststrukturen, namentlich bei reinen Ermessenstrusts ohne weitere vom Treugeber privatautonom geschaffene Kontrollorgane, Kontrolll\u00fccken innerhalb der Trust Governance entstehen k\u00f6nnen. Der Gesetzgeber sah daher Handlungsbedarf, um eine wirksame und durchgehende \u00dcberwachung der Verwaltung des Treuguts sicherzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reform verfolgt das Ziel, die Aufsichts- und Kontrollstrukturen innerhalb von Trusts klarer auszugestalten, bestehende Kontrolldefizite zu vermeiden und die Rechtssicherheit f\u00fcr alle Beteiligten zu erh\u00f6hen. Hierzu werden zahlreiche bisher prim\u00e4r durch die Privatautonomie oder die Praxis gepr\u00e4gte Bereiche erstmals ausdr\u00fccklich gesetzlich geregelt. Im Mittelpunkt stehen die Einf\u00fchrung eines Informationsberechtigten als gesetzlich vorgesehenes Kontrollorgan, die Konkretisierung der Rechnungslegungs- und Dokumentationspflichten, die St\u00e4rkung der gerichtlichen Aufsicht sowie die Schaffung differenzierter Regelungen f\u00fcr gemeinn\u00fctzige und privatn\u00fctzige Trusts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gemeinn\u00fctzige und privatn\u00fctzige Trusts<\/strong><br>Bislang enthielt das Trustrecht keine ausdr\u00fcckliche gesetzliche Differenzierung zwischen gemeinn\u00fctzigen und privatn\u00fctzigen Trusts. Mit der Einf\u00fchrung von Art. 898a PGR wird diese Unterscheidung nun erstmals gesetzlich verankert. Dabei gilt ein Trust als gemeinn\u00fctzig, wenn das Treugut ganz oder \u00fcberwiegend gemeinn\u00fctzigen Zwecken oder gemeinn\u00fctzigen Beg\u00fcnstigten dient. Privatn\u00fctzige Trusts verfolgen demgegen\u00fcber \u00fcberwiegend private oder eigenn\u00fctzige Zwecke bzw. Beg\u00fcnstigteninteressen. F\u00fcr Zweifelsf\u00e4lle sieht das Gesetz neu eine ausdr\u00fcckliche Zweifelsregel vor: Kann nicht festgestellt werden, dass das Treugut ganz oder \u00fcberwiegend gemeinn\u00fctzigen Zwecken oder Beg\u00fcnstigten dient, ist der Trust als privatn\u00fctziger Trust zu qualifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Qualifikation eines Trusts als gemeinn\u00fctzig oder privatn\u00fctzig ist k\u00fcnftig insbesondere f\u00fcr die Aufsicht, die Eintragungspflicht im Handelsregister und die Bestellung eines Informationsberechtigten massgeblich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reform enth\u00e4lt dar\u00fcber hinaus verschiedene Klarstellungen zum Trustrecht. So werden einzelne bislang anerkannte Trustformen, insbesondere die Zwecktreuh\u00e4nderschaft, ausdr\u00fccklich gesetzlich verankert und die Anforderungen an den Inhalt der Treuhanddokumente n\u00e4her pr\u00e4zisiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aufsicht \u00fcber gemeinn\u00fctzige Trusts<\/strong><br>Bislang unterstanden gemeinn\u00fctzige Trusts keiner laufenden institutionellen Aufsicht, wie sie etwa f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Stiftungen vorgesehen ist. Mit der Reform wird nun erstmals ein ausdr\u00fcckliches gesetzliches Aufsichtsregime geschaffen. Der Gesetzgeber verfolgt dabei das Ziel, das bereits f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Stiftungen etablierte Aufsichtsmodell weitgehend auf gemeinn\u00fctzige Trusts zu \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00fcnftig unterstehen gemeinn\u00fctzige Trusts der Aufsicht der Stiftungs- und Trustaufsichtsbeh\u00f6rde (<strong>STIFTA<\/strong>). Dabei handelt es sich nicht um eine neu geschaffene Beh\u00f6rde; vielmehr wird die bisherige Stiftungsaufsichtsbeh\u00f6rde um die Aufsicht \u00fcber gemeinn\u00fctzige Trusts erweitert und entsprechend umbenannt. Die STIFTA \u00fcbernimmt bei gemeinn\u00fctzigen Trusts zudem von Gesetzes wegen die Funktion des Informationsberechtigten. Eine gesonderte Bestellung eines Informationsberechtigten in den Treuhanddokumenten ist daher nicht erforderlich. Die Informations-, Kontroll- und Aufsichtsrechte werden unmittelbar durch die Beh\u00f6rde wahrgenommen. Zudem sind gemeinn\u00fctzige Trusts k\u00fcnftig zwingend im Handelsregister einzutragen; die bisher m\u00f6gliche blosse Hinterlegung der Treuhandurkunde entf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Einf\u00fchrung des Informationsberechtigten als zentrales Kontrollinstrument<\/strong><br>Die bedeutendste praktische Neuerung betrifft die Einf\u00fchrung des Informationsberechtigten bei privatn\u00fctzigen Trusts. Bislang bestanden Informations- und Kontrollrechte nach der einschl\u00e4gigen Rechtsprechung in erster Linie nur zugunsten von Beg\u00fcnstigungsberechtigten (nicht jedoch zugunsten der in Praxis weitaus h\u00e4ufiger vorgesehenen Ermessensbeg\u00fcnstigten) oder ergaben sich \u2013 eine entsprechende ausdr\u00fcckliche Regelung durch den Treugeber vorausgesetzt \u2013 aus den Treuhanddokumenten. Nach Auffassung des Gesetzgebers konnten dadurch insbesondere bei diskretion\u00e4ren Trusts oder komplexen Beg\u00fcnstigtenstrukturen Kontrolll\u00fccken entstehen. Mit der Einf\u00fchrung des Informationsberechtigten soll k\u00fcnftig sichergestellt werden, dass die Verwaltungst\u00e4tigkeit des Treuh\u00e4nders einer wirksamen und kontinuierlichen Kontrolle unterliegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gesetzgeber \u00fcberl\u00e4sst es grunds\u00e4tzlich dem Treugeber, festzulegen, wer die Funktion des Informationsberechtigten \u00fcbernehmen soll. Als Informationsberechtigte kommen insbesondere der Treugeber selbst, Beg\u00fcnstigte, andere Befugnistr\u00e4ger (etwa ein Protektor oder Beirat), eine Revisionsstelle oder sonstige vom Treugeber bestimmte nat\u00fcrliche oder juristische Personen in Betracht (etwa Vertraute und\/oder Berater).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich soll der Informationsberechtigte vom Treuh\u00e4nder unabh\u00e4ngig sein und \u00fcber ausreichende rechtliche sowie wirtschaftliche Fachkenntnisse verf\u00fcgen. Die Reform erm\u00f6glicht es dem Treugeber jedoch, diese Anforderungen in den Treuhanddokumenten anzupassen oder darauf zu verzichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich ist bereits in den Treuhanddokumenten ein Nachfolger des Informationsberechtigten vorzusehen, um sicherzustellen, dass die Kontrollfunktion dauerhaft wahrgenommen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Umfassende Informations- und Kontrollrechte<\/strong><br>Dem Informationsberechtigten kommen umfassende gesetzliche Informations-, Auskunfts- und Kontrollrechte zu. Er hat Anspruch auf die f\u00fcr die Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Informationen und Unterlagen sowie auf eine j\u00e4hrliche Rechnungslegung durch den Trustee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Pr\u00fcfungs- und Meldepflichten<\/strong><br>Den Informationsberechtigten trifft eine j\u00e4hrliche \u00dcberwachungs- und Pr\u00fcfpflicht. Er ist verpflichtet, einmal j\u00e4hrlich zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das Treugut entsprechend den Trustdokumenten vom Trustee verwaltet und verwendet wird. Die j\u00e4hrliche Pr\u00fcfung durch den Informationsberechtigten stellt daher keine dem Audit einer Jahresrechnung durch eine Revisionsstelle vergleichende umfassende finanzielle Pr\u00fcfung des Trusts dar, sondern ist im Wesentlichen eine Compliance-Pr\u00fcfung, mit der \u00fcberpr\u00fcft werden soll, ob der Trustee sich an die Vorgaben der Trustdokumente und damit letztlich an den Willen des Settlors h\u00e4lt. Stellt er Pflichtverletzungen oder Gef\u00e4hrdungen des Treuguts fest, hat er auf deren Behebung hinzuwirken. Werden die M\u00e4ngel nicht behoben oder ist das Treugut gef\u00e4hrdet, hat er dies dem Landgericht zu melden. Von dieser j\u00e4hrlichen Pr\u00fcfpflicht ausgenommen sind F\u00e4lle, in denen der Treugeber oder s\u00e4mtliche Beg\u00fcnstigten selbst die Stellung des Informationsberechtigten innehaben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>St\u00e4rkung der gerichtlichen Aufsicht<\/strong><br>Die Reform regelt zudem die Beteiligungsrechte im gerichtlichen Aufsichtsverfahren erheblich klarer. Bislang waren die Verfahrensrechte der an einem Trust beteiligten Personen nur punktuell geregelt. Die Reform schafft nun eine ausdr\u00fcckliche gesetzliche Grundlage f\u00fcr die Beteiligung der zentralen Funktionstr\u00e4ger am gerichtlichen Aufsichtsverfahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Reform kommt dem Treugeber, dem Treuh\u00e4nder und dem Informationsberechtigten im gerichtlichen Aufsichtsverfahren ausdr\u00fccklich Parteistellung zu.Neu wird zudem die M\u00f6glichkeit zur Einholung einer sogenannten \u00abgerichtlichen Weisung\u00bb ausdr\u00fccklich gesetzlich geregelt. Treuh\u00e4nder k\u00f6nnen sich bei Zweifelsfragen oder bei Konflikten zwischen Mittreuh\u00e4ndern an das Landgericht wenden und eine verbindliche Entscheidung einholen. Die Befolgung einer solchen Weisung f\u00fchrt grunds\u00e4tzlich zu einer Haftungsfreistellung des Treuh\u00e4nders (sofern dem Landgericht alle relevanten Tatsachen offengelegt wurden).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00dcbergangsfrist f\u00fcr bestehende Trusts<\/strong><br>Den \u00dcbergangsbestimmungen kommt besondere praktische Relevanz zu, da sie Auswirkungen auf s\u00e4mtliche bereits bestehende Trusts haben. Bestehende Strukturen sind daher innerhalb bestimmter Fristen an die neuen gesetzlichen Anforderungen anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinn\u00fctzige Trusts: F\u00fcr bestehende gemeinn\u00fctzige Trusts gilt eine sechsmonatige \u00dcbergangsfrist, sohin bis zum 31. Dezember 2026. W\u00e4hrend bislang hinterlegte gemeinn\u00fctzige Trusts keiner beh\u00f6rdlichen Aufsicht unterstanden, m\u00fcssen sie k\u00fcnftig in das Handelsregister eingetragen und der Stiftungs- und Trustaufsichtsbeh\u00f6rde (STIFTA) angezeigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Privatn\u00fctzige Trusts: F\u00fcr bereits bestehende privatn\u00fctzige Trusts gilt eine l\u00e4ngere \u00dcbergangsfrist von 18 Monaten, sohin bis zum 31. Dezember 2027. Innerhalb dieser Frist m\u00fcssen die Treuhanddokumente an die neuen gesetzlichen Anforderungen angepasst und mindestens ein Informationsberechtigter sowie dessen Nachfolger bestimmt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reform erm\u00f6glicht es dem Treugeber, die Treuhanddokumente zur Umsetzung der neuen gesetzlichen Anforderungen anzupassen, selbst wenn die bestehenden Trustdokumente kein ausdr\u00fcckliches \u00c4nderungsrecht vorsehen. Vorrangig sollen diese Anpassungen durch den Treugeber erfolgen. Ist das nicht m\u00f6glich, etwa weil der Treugeber verstorben, handlungsunf\u00e4hig oder nicht erreichbar ist, kann der Treuh\u00e4nder unter bestimmten Voraussetzungen die erforderlichen Anpassungen vornehmen. Da dadurch in die urspr\u00fcnglich vom Treugeber festgelegte Truststruktur eingegriffen wird, bedarf eine solche Anpassung grunds\u00e4tzlich der Genehmigung des Landgerichts im Ausserstreitverfahren. Ist eine des Informationsberechtigten auch auf diese Weise nicht m\u00f6glich, hat der Treuh\u00e4nder subsidi\u00e4r beim Landgericht die Bestellung einer Revisionsstelle als Informationsberechtigte zu beantragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zusammenfassend<\/strong><br>Die Reform stellt die umfangreichste Weiterentwicklung des liechtensteinischen Trustrechts seit Jahren dar. Im Zentrum steht die Schaffung eines Governance- und Kontrollsystems, das bestehende Kontrolldefizite vermeiden und eine wirksame \u00dcberwachung der Verwaltungst\u00e4tigkeit des Treuh\u00e4nders sicherstellen soll. Ziel des Gesetzgebers ist es, die bew\u00e4hrte Flexibilit\u00e4t des liechtensteinischen Trusts beizubehalten und gleichzeitig die Governance-, Kontroll- und Transparenzmechanismen gezielt zu st\u00e4rken. Gleichzeitig werden Rechnungslegung, gerichtliche Aufsicht und Dokumentationsanforderungen gesetzlich pr\u00e4zisiert und erweitert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr bestehende Trusts ergibt sich ein erheblicher Anpassungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der Treuhanddokumente, der Bestellung eines Informationsberechtigten sowie der Einhaltung der neuen Melde-, Nachweis- und Registrierungspflichten. Die \u00dcbergangsbestimmungen zeigen, dass die Reform nicht nur f\u00fcr neu errichtete Trusts von Bedeutung ist, sondern zahlreiche bestehende Strukturen unmittelbar betrifft. Angesichts der vorgesehenen \u00dcbergangsfristen empfiehlt es sich daher, bestehende Truststrukturen fr\u00fchzeitig zu \u00fcberpr\u00fcfen und allf\u00e4llige Anpassungen rechtzeitig vorzubereiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerne beraten wir Sie als Niederm\u00fcller Rechtsanw\u00e4lte zu den Neuerungen des liechtensteinischen Trustrechts, \u00fcberpr\u00fcfen bestehende Truststrukturen auf ihren Anpassungsbedarf und unterst\u00fctzen Sie bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Anforderungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dank unserer langj\u00e4hrigen Erfahrung im liechtensteinischen Stiftungs- und Trustrecht begleiten wir Sie als Niederm\u00fcller Rechtsanw\u00e4lte insbesondere bei der Anpassung von Treuhanddokumenten, der Einf\u00fchrung eines Informationsberechtigten sowie der Umsetzung der neuen Governance- und Aufsichtsanforderungen. Sofern gew\u00fcnscht, stehen wir Ihnen aufgrund unserer umfassenden Expertise zudem auch als Informationsberechtigter zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6 I 2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das liechtensteinische Trustrecht \u2013 ein kurzer \u00dcberblickDie am 1. Juli 2026 in Kraft tretende Reform des liechtensteinischen Trustrechts stellt die umfassendste Weiterentwicklung des Trustrechts seit Jahren dar. W\u00e4hrend die neuen Bestimmungen f\u00fcr neu errichtete Trusts grunds\u00e4tzlich ab diesem Zeitpunkt gelten, sieht das Gesetz f\u00fcr bestehende Trusts \u00dcbergangsfristen vor. 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